Vier Parteien liegen laut aktueller Trendmessung eng beieinander. Damit steigt die Wahrscheinlichkeit, dass nach der Wahl 2026 erneut ein Mehrparteienbündnis gebildet werden muss. Analysten sehen drei realistische Varianten.
Ein Bündnis aus Mitte-links-Parteien könnte auf eine knappe Mehrheit kommen, sofern kleinere Gruppen die Fünf-Prozent-Hürde überwinden. Auf der anderen Seite wird über eine wirtschaftsliberale Koalition diskutiert, die Steuerentlastungen und Bürokratieabbau priorisieren würde.
Als Joker gilt eine Klima-Allianz, getragen von Umwelt- und Reformparteien. Sie könnte inhaltlich zusammenfinden, wenn Investitionen in Infrastruktur mit sozialem Ausgleich verbunden werden. Ob diese Konstellation mehrheitsfähig ist, hängt von der Wahlbeteiligung in den Städten ab.
Die Parteien bereiten sich auf offene Gespräche vor und wollen vorab rote Linien definieren. Für Wählerinnen und Wähler bedeutet das: Programme genau lesen und nicht nur auf Umfragen achten.